Platz 1: Heroin
Die gefährlichste Droge ist unangefochten Heroin, das aus dem Schlafmohn gewonnen wird. Es macht sowohl körperlich wie psychisch stark abhängig und wirkt vor allem beruhigend, entspannend, gleichzeitig aber auch stark euphorisierend. Heroin beseitigt negative Empfindungen wie Angst und innere Leere. Der Konsument nimmt Probleme nicht mehr wahr und fühlt sich glücklich. Suchtkranke rutschen häufig in die Beschaffungskriminalität und soziale Verelendung ab. Gesundheitliche Probleme entstehen unter anderem durch das Spritzen verunreinigten Pulvers

Platz 2: Kokain
Die Droge der Reichen und Schönen bewerten Experten als die zweitgefährlichste. Kokain löst ein Gefühl von Euphorie aus, der Konsument fühlt sich selbstbewusst, sorglos, hellwach und ist besonders leistungsfähig: kreativ, kognitiv und sexuell. Im späteren Rauschstadium können jedoch Halluzinationen und Angstzustände auftreten. Der Rausch mündet in Müdigkeit, Erschöpfung und Depressionen.

Platz 3: Barbiturate
Barbiturate sind Schlaf- und Beruhigungsmittel, die aus der Barbitursäure gewonnen werden. Mit Ausnahme des Antiepileptikums Phenobarbitals verschreiben Ärzte sie nicht mehr. Wegen ihrer angsthemmenden und stark euphorisierenden Wirkung werden sie auch missbräuchlich eingenommen.

 

 

Platz 4: Methadon
In einigen Bundesländern können Heroinsüchtige Methadon unter Aufsicht als Ersatzdroge einnehmen. Das Ranking zeigt jedoch deutlich, dass diese Droge nur das kleinere Übel ist. Innerhalb eines solchen Programms ist für Betroffene ihr größter Vorteil, wieder ein soziales Leben ohne Beschaffungskriminalität führen zu können.

Platz 5: Alkohol
Obwohl Alkohol eine legale Droge ist, liegt er auf Platz 5 ziemlich weit vorn im Drogen-Ranking. Grund dafür sind die schweren sozialen und körperlichen Konsequenzen, die der Missbrauch von Alkohol hat. In geringer Menge wirkt er anregend und hebt die Stimmung. Er kann Hemmungen und Ängste abbauen und die Kontakt- und Kommunikationsbereitschaft fördern. Wer zu viel trinkt, reagiert jedoch eher reizbar und aggressiv.

Platz 6: Ketamine
Ketamine werden wegen ihrer schmerzstillenden Wirkung vor allem in der Notfallmedizin eingesetzt. Da sie aber auch Halluzinationen auslösen, verführen auch sie zum Missbrauch.

Platz 7: Benzodiazepine
Synthetische Benzodiazepinpräparate gehören zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Sie wirken angstlösend, entspannend, aggressionsdämpfend und machen schläfrig. Darüber hinaus vermitteln sie ein Gefühl allgemeinen Wohlbefindens. Sie besitzen ein beträchtliches körperliches und psychisches Abhängigkeitspotenzial.

Platz 8: Speed/Amphetamine
Amphetamine, die auch als Speed verkauft werden, haben eine aufputschende, euphorisierende und halluzinogene Wirkung und sind darum für Drogenkonsumenten attraktiv. Sie können vor allem zu psychischer Abhängigkeit führen. Medizinisch werden Amphetamine nur noch vereinzelt eingesetzt, beispielsweise zur Therapie des Aufmerksamkeitsdefizitsyndoms ADHS.

Platz 9: Tabak/Nikotin
Der Hauptwirkstoff des Tabaks ist das Nikotin. In Stresssituationen wirkt es beruhigend, bei Müdigkeit anregend. Nikotin besitzt ein starkes Abhängigkeitspotenzial. Die eigentliche Gefahr des Tabakkonsums geht jedoch von anderen enthaltenen Giftstoffen aus, die die Blutgefäße schädigen und Krebs auslösen können.

Platz 10: Burprenophin
Burprenophin gehört wie Heroin und Methadon zum Kreis der Morphine, macht aber weniger stark abhängig und wirkt weniger dämpfend. Es wurde ursprünglich als Schmerzmittel entwickelt.

Platz 12: Lösungsmittel
Lösungsmittel haben eingeatmet eine berauschende Wirkung. Als Schnüffelstoffe werden vor allem Klebstoffe missbraucht. Nach einer anfänglichen Benommenheit fühlen sich Konsumenten leicht, sorglos und weniger gehemmt. Allmachtsgefühle und Halluzinationen treten auf, sie nehmen die Wirklichkeit nicht mehr wahr. Süchtige entwickeln schwere Leberschäden und Nierenkrankheiten, vor allem aber gehen Nervenzellen im Gehirn zugrunde, wodurch es zu Gedächtnisausfällen, Lähmungen oder auffälligen Persönlichkeitsveränderungen kommt.

Platz 13: 4-MTA
4-Methylthioamphetamin, kurz 4-MTA, erhöht den Spiegel des „Glückshormons“ Serotonin im Blut. Die Droge gilt als sanft, obwohl schon vereinzelt Todesfälle nach der Einnahme aufgetreten sind.

Platz 14: LSD
Lysergsäurediethylamid (LSD) ist eine stark halluzinogene Droge, die Ärzte früher zur Therapie von Alkoholismus einsetzten. Je nach Verfassung des Konsumenten kann sie Hochgefühle auslösen oder in einen Horrortrip münden. Im Rausch nimmt der Konsument Farben leuchtender und Formen schärfer wahr, er verliert den Bezug zur Realität und jegliches Zeit- und Raumgefühl. LSD kann bereits beim ersten Probieren eine Schizophrenie oder Psychose auslösen, im Fall eines Horrortrips einen Suizid provozieren.

Platz 15: Ritalin
Ritalin wirkt auf den Dopaminhaushalt im Gehirn. Ärzte verordnen es vor allem Kindern mit dem Zappelphilippsyndrom AHDS. In starker Dosierung kann es Halluzinationen und überschwängliche Euphorie auslösen.

Platz 16: Anabolika
Anabolika sind Drogen, die den Muskelaufbau fördern. Sie werden darum vor allem in Sportler- und Bodybuilder-Kreisen gehandelt. Allerdings können sie auch das Herz-Kreislauf-System schädigen und Aggressionen fördern.

Platz 17: Liquid Ecstasy
Liquid Ecstasy oder GHB hat chemisch mit dem „normalen“ Ecstasy nichts gemein. Es ist flüssig und wird meist in kleinen Flaschen zu 5 bis 10 ml verkauft.Liquid Ecstasy erzeugt eine alkoholähnliche Rauschwirkung, während der die Sinneseindrücke verstärkt sind.

Platz 18: Ecstasy
Ecstasy ist ein Sammelbegriff für Partydrogen, die unterschiedliche Wirkstoffkombinationen enthalten können, vor allem aber MDMA. Konsumenten fühlen sich voller Energie, weniger ängstlich und glücklich. Ecstasy kursiert vor allem in Technokreisen. Riskant ist, dass die Droge Müdigkeit und Erschöpfung unterdrückt und die Konsumenten bis zum Kollaps tanzen. Die Langzeitfolgen von Ectasy sind bislang noch nicht ausreichend erforscht. Vermutlich schädigen sie langfristig die Nervenzellen im Gehirn, was zu Gedächtnisstörungen und Stimmungsschwankungen führen kann. Dennoch belegt Ecstasy belegt mit Rang 18 nur den drittletzten Platz der gefährlichsten Drogen.

Platz 19: Liquid Gold
Liquid Gold, auch Poppers genannt, war ursprünglich ein Medikament zur Behandlung von Angina Pectoris. In höherer Dosierung wirkt es berauschend, worauf seine Karriere als Suchtmittel beruht. Außerdem soll das auch als Sexdroge bekannte Mittel aphrodisieren und Schmerzen hemmen.

Platz 20: SPICE

Chemische Analysen haben ergeben, dass die Rauschwirkung diverser Räuchermixturen nicht durch die auf der Packung angegebenen Kräuter hervorgerufen wird, sondern durch die Beimengung synthetischer Cannabinoide. Diese synthetischen Cannabinoide haben eine hohe Wirksamkeit: in etwa viermal so stark wie der Cannabis-Wirkstoff THC.

Zudem kann in den Räuchermischungen die Wirkstoffkonzentration erheblich schwanken. Somit besteht für Konsumenten das Risiko, gefährliche überdosierungen und unkalkulierbare Wechselwirkungen zu erleiden.

Nicht selten ändern die Hersteller im Zeitverlauf die Produkt-Rezepturen. Konsumenten können dann auch bei wiederholtem Konsum eines bestimmten Produktes nicht mit der gleichen Dosierung und der gewohnten Wirkung rechnen. Auch können jederzeit ähnliche Produkte (z.B. in gleicher Verpackung) mit noch völlig unbekannten Inhaltsstoffen auf den Markt kommen.

Ebenfalls problematisch ist das Absetzen der Wirkstoffe in der Verpackung (Ansammlung eines “Bodensatzes”). Dies erklärt ein nicht selten auftretendes Phänomen im Zusammenhang mit dem Konsum von “Legal-Highs”: der Konsument erlebt einige Male einen angenehmenRausch und dann beim Konsumieren der noch verbliebenen Restmenge in der Verpackung (bei gleicher Konsummenge) eine überdosierung mit sehr unangenehmen Nebenwirkungen.

Das größte Risiko neben der überdosierung liegt allerdings in den noch unerforschten Langzeitrisiken der Substanzen, da fast alle noch nie auf ihre Giftigkeit für den Menschen untersucht wurden. Wer Räuchermischungen raucht, macht sich im Prinzip zum Versuchskaninchen!

Auch die gängige Meinung, dass Räuchermischungen wegen der pflanzlichen Inhaltsstoffe nicht schädlich sein können, ist falsch. Beim Rauchen von Räuchermischungen – mal abgesehen von den enthaltenen Chemikalien – können ebenso gesundheitsschädliche Stoffe entstehen. Denn beim Abbrennen aller

Arten von Rauchwaren kommt es zur Freisetzung von chemischen Zersetzungsprodukten, die von unterschiedlichster Giftigkeit sind. Das Einatmen des Rauchs von Kräuterzigaretten – auch wenn sie keine psychoaktiven Wirkstoffe enthalten – ist keinesfalls "weniger schädlich" als jener von Tabak-Zigaretten.

Für Räuchermischungen gilt generell: ein legaler Status sagt nichts über die Gefährlichkeit der Produkte aus. Es gibt für diese Produkte keinerlei Qualitätskontrollen.