Liebe Eltern und Angehörige,


bitte überdenken Sie folgende Punkte und versuchen Sie, diese ZEHN GEBOTE in Gesprächen &

Situationen mit einem drogenabhängigen Familienmitglied einzubeziehen:

1. Befreien Sie sich von dem Gedanken, Sie könnten den Drogenkonsumenten/ Abhängigen zur Einsicht zwingen. Er lebt in einer anderen, in seiner eigenen Realität.

2. Stellen Sie Ihre Realität so ruhig & sicher wie möglich neben seine: "Du magst das so sehen und empfinden – wir sehen das anders…"

3. Verschwenden Sie keine Zeit darauf, nach Hinweisen und Spuren möglichen Drogenkonsums zu suchen.

4. Üben Sie innerhalb der ganzen Familie in diesem Punkt einheitliches und konsequentes Verhalten gegenüber dem Konsumenten/ Abhängigen und vermeiden Sie es, sich deswegen zu rechtfertigen.

5. Nehmen Sie dem Drogenkonsumenten/ Abhängigen nicht das Geringste zur Lebensbewältigung ab, was er selbst tun könnte.

6. Wenden Sie sich dagegen wieder mehr Ihren eigenen Interessen und denen der übrigen Familie zu. Es wird dem Abhängigen schmerzhaft deutlich machen, wie sehr ihn die Droge isoliert.

7. Sprechen Sie als Familie miteinander über Erlebnisse, Erkenntnisse, Empfindungen, über Freude oder auch Schwierigkeiten – wenn nicht mit ihm, so doch wenn er dabei ist. Er hört mehr als er zugibt.

8. Stellen Sie seinem Konsum von künstlichen "Rauscherlebnissen" Ihr wirkliches Erleben, seiner "konsumierten Kommunikation" echte Gemeinschaft gegenüber statt darüber zu diskutieren.

9. Verweilen Sie nicht mit Ihren Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft, sondern gehen Sie mutig den heutigen Tag an.

10. Bewahren Sie Geduld, üben Sie sich in Gelassenheit und geben Sie die Hoffnung nicht auf.